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Ricky
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7,988 Lizenzierte Spiele.

Verantwortungsvolles Spielen

Geltungsbereich

Diese Richtlinie richtet sich an alle Personen, die über Ricky Glücksspielangebote nutzen, sowie an deren Angehörige und Bezugspersonen; sie gilt nicht für Minderjährige, denen die Teilnahme an Glücksspielen verwehrt ist. Sie gilt ebenso wenig für Personen, die sich bereits für eine Selbstsperre entschieden haben.

Die nachfolgenden Grundsätze sind verbindlich.

Grundverständnis

Glücksspiel ist eine freiwillige Freizeitbeschäftigung. Sie eignet sich nicht dazu, finanzielle Engpässe zu beheben oder regelmäßige Gewinne zu erzielen. Wer mit dieser Erwartung spielt, setzt sich einem erhöhten Risiko aus.

Bereits kurze Unterbrechungen der Spielsitzung schaffen Abstand. Sie helfen, impulsive Entscheidungen zu vermeiden und das eigene Verhalten nüchtern zu bewerten. Eine Pause ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Mittel der Selbstkontrolle.

Warnzeichen

Bestimmte Verhaltensmuster deuten auf eine beginnende Problematik hin. Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich feststellt, sollte das Spielen vorerst beenden und die Situation überdenken.

  • Das Glücksspiel nimmt über längere Zeit einen Großteil der Gedanken ein.
  • Andere Verpflichtungen werden wegen des Spielens verschoben oder vernachlässigt.
  • Unruhe oder Gereiztheit tritt auf, sobald nicht gespielt wird.
  • Geld wird geliehen oder Rücklagen werden für Einsätze verwendet.
  • Weiter gespielt wird, obwohl bereits Probleme entstanden sind.
  • Gespielt wird, um Verluste auszugleichen oder negative Gefühle zu betäuben.

Wer diese Anzeichen erkennt, sollte zeitnah eine Beratungsstelle kontaktieren. Je früher die Auseinandersetzung erfolgt, desto größer ist der Handlungsspielraum.

Spiel unter Belastung

Müdigkeit, emotionaler Stress oder der Einfluss von Alkohol beeinträchtigen das Urteilsvermögen. In solchen Zuständen werden Einsätze häufiger überschätzt und Verluste weniger realistisch eingeordnet.

Der Zugang zum Spielkonto sollte daher nur in einem ausgeglichenen, aufmerksamen Zustand erfolgen. Wer bemerkt, dass er angespannt, erschöpft oder angetrunken ist, verschiebt das Spielen auf einen späteren Zeitpunkt. Diese Regel schützt vor Entscheidungen, die im nüchternen Zustand nicht getroffen würden.

Kontrollinstrumente

Zur Steuerung des Spielverhaltens stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Sie wirken präventiv, indem sie Grenzen bereits vor dem Spiel setzen.

Einzelfallgrenzen begrenzen den Einsatz pro Spielrunde. Verlustgrenzen legen den Höchstbetrag fest, der innerhalb eines Zeitraums verloren gehen darf; wird diese Grenze erreicht, endet die Spielsitzung. Zeitlimits begrenzen die Dauer einer Sitzung und unterbrechen das Spiel automatisch. Diese Instrumente dienen nicht der Gewinnmaximierung, sondern der Schadensbegrenzung.

Wer bemerkt, dass Spielzeiten oder Ausgaben steigen, sollte die eigenen Grenzen überprüfen und anpassen. Die Kontrolle beginnt mit der ehrlichen Erfassung des tatsächlichen Aufwands.

Selbstsperre

Die Selbstsperre ist eine verbindliche Maßnahme, mit der eine Person sich selbst den Zugang zum Glücksspiel verwehrt. Sie wird für einen Zeitraum eingerichtet, den die betroffene Person wählt, und kann nicht vorzeitig aufgehoben werden.

Eine Sperre beendet die Möglichkeit zu spielen. Sie hebt keine bereits entstandenen Verluste auf und löst keine offenen Verbindlichkeiten. Wer gesperrt ist, sollte die Zeit für eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem eigenen Spielverhalten nutzen und dabei fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

Unterstützung für Angehörige

Angehörige und Freunde bemerken eine Spielproblematik oft früher als die betroffene Person selbst. Ein offenes, vorwurfsfreies Gespräch kann der erste Schritt sein.

Wer eine nahestehende Person unterstützen möchte, sollte konkrete Beobachtungen ansprechen, anstatt zu verurteilen. Das Angebot, gemeinsam eine Beratungsstelle aufzusuchen, ist wirksamer als bloße Ermahnungen. Angehörige sollten außerdem darauf achten, keine Schulden der spielenden Person zu übernehmen und keine finanziellen Mittel für Einsätze bereitzustellen. Auch für Angehörige gibt es Beratungsangebote.

Umgang mit Geld

Für Einsätze darf ausschließlich frei verfügbares Geld verwendet werden. Mittel für Miete, Lebenshaltung, Versicherungen oder Rücklagen sind tabu.

Die Ausgaben für Glücksspiel sollten lückenlos erfasst und regelmäßig ausgewertet werden. Spielfreie Tage sind einzuplanen. Spontane Nachzahlungen, etwa zur Jagd nach verlorenen Einsätzen, sind zu unterlassen. Endet eine Sitzung nicht mehr in entspannter Stimmung, ist sie abzubrechen.

Zufallsprinzip

Glücksspiele unterliegen dem Zufall. Weder Strategien noch erhöhte Einsätze verändern die Gewinnwahrscheinlichkeit zugunsten der spielenden Person.

Entscheidungen über Einsatz, Dauer und Häufigkeit sind daher vorab zu treffen, nicht während des Spiels. Wer sich vor Beginn klare Regeln setzt, schützt sich vor impulsiven Abweichungen.

Jugendschutz

Minderjährigen ist der Zugang zu Glücksspielen untersagt. Erwachsene, die Ricky nutzen, sind dafür verantwortlich, dass Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit erhalten, über ihre Konten, Zahlungsdaten oder Geräte zu spielen.

Persönliche Zugangsdaten sind geheim zu halten und Geräte entsprechend zu sichern. Diese Pflicht besteht auch dann, wenn das Kind technisch versiert ist.

Hilfsangebote in Österreich

In Österreich stehen mehrere seriöse Stellen zur Verfügung, die Information, Beratung oder weiterführende Hilfe anbieten. Die Inanspruchnahme ist vertraulich und kostenlos möglich.

BMF – Spielerschutz und Hilfsangebote bietet offizielle Informationen zu Risiken, Selbsttests und Unterstützungsangeboten. Schuldenberatung – Beratungsstellen verzeichnet die Standorte der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich. Sozialministerium – Informationen zu Spielsucht stellt öffentliche Gesundheitsinformationen zum Thema pathologisches Glücksspiel bereit.

Abschluss

Ein sicherer Umgang mit Glücksspiel setzt Information, Selbstbeobachtung und klare Regeln voraus. Treten Belastungen auf, sollte frühzeitig Hilfe in Anspruch genommen werden, bevor sich das Problem verfestigt.

Die hier genannten Maßnahmen ersetzen keine fachliche Beratung, ergänzen sie aber sinnvoll.